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Der Reisa Nationalpark – natürliche Wildnis erleben, zu jeder Jahreszeit!

Am Ende des Hochplateaus Finnmarksvidda beginnt der Reisa Nationalpark. Der Fluss Reisaelva schneidet sich durch die Landschaft des Hochplateaus und formte somit über Jahrhunderte das lange Reisatal. Es erwartet Sie ein Eldorado an spektakulären Wasserfällen, tiefen Schluchten und rauen Wäldern. Erleben Sie hier ein einzigartiges Stück norwegischer Natur!

ARTIKEL
25.08.201709:30 Rakel

Der Reisa Nationalpark liegt in der Gemeinde Nordreisa und erstreckt sich über eine Fläche von 806 km². Nach seiner Gründung im Jahr 1986 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt, um die unberührte Berg- und Tallandschaft mit seiner reichen Tierwelt und den einzigartigen geologischen Vorkommnissen zu erhalten. Trotz der arktischen Verhältnisse findet man dort eine der reichhaltigsten Pflanzenwelten Norwegens.

Die prachtvolle Landschaft des Reisatals

Der Reisa Nationalpark verläuft in eine nordwestliche Richtung. Er erstreckt sich vom Hochplateau im Südosten über eine alpine Landschaft und nähert sich der Küste im Nordwesten. Die Natur hier ist einzigartig dank der engen Nebentäler und des Flusses Reisaelva, der sich durch die gewaltigen Schluchten schlängelt. Im Westen grenzt der Nationalpark an das 80 km² große Landschaftsschutzgebiet Ráisduottarháldi und im Südwesten grenzt er an Finnland und dem Wildnisgebiet Käsivarsi.

Im Nationalpark werden Sie mehrere beeindruckende Wasserfälle finden. Der Mollisfossen ist mit seinen 269 Meter Höhe, wovon 140 Meter freier Fall sind, der größte Wasserfall in Nordeuropa. Wenige Kilometer nördlich der Berghütte in Nedrefoss finden Sie den Imofossen. Dieser Wasserfall besteht aus zwei sich treffenden Flüssen und fällt spektakulär über eine vertikale Steinmauer in eine enge Schlucht.

Besucherzentrum - Ovi Raaishiin

Am Ende der Zufahrtsstraße zum Reisatals finden Sie das Besucherzentrum Ovi Raishiin, das Tor zum Nationalpark, welches sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ihre Wanderungen eignet. Am Besucherzentrum finden Sie zahlreiche Informationen über das Reisatal und den Nationalpark, sowie mehrere Feuerstellen und traditionell erbaute Hütten.

Das Besucherzentrum ist ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie: in der Bibliothek können Sie mehr über das Reisatal erfahren, die unzähligen Rastplätzen laden zur Ruhe ein und von der Aussichtsplattform lässt sich die wunderschöne Sicht auf den Nationalpark genießen. Während der Sommersaison steht Ihnen an zwei Tagen pro Woche ein erfahrener Guide am Besucherzentrum zur Verfügung.
Es besteht ebenfalls die Möglichkeit am Besucherzentrum zu übernachten. Die Hütte Nordkalottstua bietet Schlafplätze für bis zu 4 Personen und ist ganzjährig geöffnet. Für Buchung und Schlüsselabholung, besuchen Sie bitte das Halti Gebäude in Storslett. Der Preis für eine Übernachtung beträgt 175 NOK pro Person.

Erleben Sie die Wildnis im Reisa Nationalpark

Die abwechslungsreiche Natur des Reisatals und seiner Umgebung bietet seinen Besuchern unzählige Möglichkeiten, die Wildnis zu jeder Jahreszeit zu erleben.

Bootsfahrten und Paddeltouren

In den Sommermonaten ist speziell der Abschnitt zwischen dem Fluss Saraelv und dem Wasserfall Nedrefoss sehr beliebt für Ausflüge an Land oder auf dem Wasser. Der Fluss Reisaelva bietet sich hervorragend für Paddeltouren und Bootsfahrten an. Beachten Sie jedoch, dass der Wasserspiegel bei warmem Tauwetter und bei kräftigem Regenfall schnell ansteigt.

Wandermöglichkeiten

Der Reisa Nationalpark bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten für diejenigen, die den Nationalpark zu Fuß erleben möchten.

Sie können u.a. dem Nordkalottleden folgen. Dies ist ein markierter Wanderweg, der westlich des Flusses Reisaelva zum Wasserfall Nedrefoss verläuft. Dort überquert der Weg eine Hängebrücke und führt Sie östlich des Flusses entlang bis nach Imo. Von dort verläuft er weiter bergauf bis zum Hochplateau und zum See Ráisjávri.

Wenn Sie eine kürzere Tour bevorzugen, beginnen Sie am Besucherzentrum Ovi Raishiin und folgen dem Weg westlich des Flusses entlang für ca. 9 km bis Sieimma. Dort können Sie die aus der Steinzeit stammenden Felsmalereien, die 2013 zugänglich gemacht wurden, bewundern.

Angeln und Jagen

Vom unteren Teil des Reisaflussbettes bis hoch zum Wasserfall Imofossen können Sie Lachs, Lachsforellen und Saibling angeln. Das Lachsfischen im Fluss Reisaelva ist sehr beliebt bei den Einheimischen und Sportanglern aus der ganzen Welt. Mehrere hatten schon das große Glück, einen großen Lachs von über 20 kg an den Haken zu bekommen. Oberhalb des Wasserfalls tummeln sich ebenfalls die Saiblinge sowie Flussbarsche, Quappen, Hechte und Maränen. Im See Ráisjávri können Sie hauptsächlich Hechte angeln.

In dieser Gegend können Sie ebenfalls Jagd auf Kleinwild machen. Zwei besonders bekannte Jäger aus dem Reisatal sind Kristine und Johanne Thybo Hansen. Die beiden Jagd und Outdoor Liebhaber sind in Norwegen als die „Jägerzwillinge“ aus mehreren TV Serien bekannt.

Skitouren

Im Winter ist das Haupttal von zugefrorenen Wasserfällen und Eissäulen der zahlreichen Nebenflüsse geprägt. Erleben Sie das beeindruckende Naturschauspiel auf Skiern entlang des zugefrorenen Flusses Reisaelva. Beachten Sie jedoch, dass auch hier das Begehen des Eises auf eigene Gefahr ist!

Flora und Fauna im Reisa Nationalpark

Die große Vielfalt der Bodenbeschaffenheit und der Landschaft gibt der Gegend eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt, die zu den artenreichsten in ganz Nordnorwegen gehört. Die Artenvielfalt wird durch mehrere Arten aus dem Osten und dem Norden ergänzt. Besonders gute Lebensbedingungen herrschen hier für Raubvögel. Raubtiere wie Luchs und Vielfraß werden oft gesichtet, wobei Wölfe, Bären und Polarfüchse seltener sind.

Botanische Besonderheiten finden Sie am unteren Flussufer als auch im Hochgebirge. Ganze 193 von Skandinaviens 230 Gebirgspflanzen findet man im Reisa Nationalpark, was dem Gebiet seine Einzigartigkeit verleiht. Diese seltenen Pflanzen sind u.a. Läusekraut, Maiglöckchenheide, Alpenarnika und alpiner Rhododendron. Die exklusivste Art ist die kleine grüne Orchidee „Wenigblütige Waldhyazinthe“.

Hütten und Übernachtungsmöglichkeiten im Nationalpark

Im Reisa Nationalpark gibt es mehrere unbeaufsichtigte Hütten, in denen man übernachten kann. Dem Norwegischen Wanderverein DNT gehören eine Hütte am Nedrefoss und eine am Besucherzentrum Ovi Rashiin. Dem staatlichen Forstunternehmen Statskog gehört eine Hütte am See Ráisjávri.

Folgende Hütten sind frei zugänglich: Sieimmahytte (8 km oberhalb des Flusses Saraelv), Vuomadathytta (22 km oberhalb des Flusses Saraelv), Naustneset hytte (ca. 26 km entfernt vom Fluss Saraelv), Imogammen hytte (ca. 33 km entfernt vom Fluss Saraelv), Arthurgammen bei Luvddidjohka (ca. 36 km entfernt vom Fluss Saraelv).

Die Geschichte des Reisatals

Seit Jahrhunderten finden im Reisatal die norwegische, samische und finnische Kultur zueinander. Das Land wird für die Rentierzucht und von den Einheimischen genutzt. Die samischen, kvenischen (finnischen) und norwegischen Wurzeln spiegeln sich in den Ortsnamen sowie den Kulturdenkmälern wieder.

Die ersten Ansiedlungen im Reisatal datieren bis zu den samischen Jägern zurück. Im 18. Jahrhundert siedelten sich finnische Einwanderer (die Kvenen) im unteren Teil des Tales an. Man nimmt an, dass die Kvenen die für die Region typischen Flussboote mitgebracht haben.

Das Reisatal und die umliegenden Berge dienen schon seit vielen Jahrhunderten als Hauptregion für Angler und Jäger. Und ab und zu werden Schneehühner noch auf traditionelle Art und Weise gejagt.

  • Wussten Sie, dass der Nationalpark noch immer eine wichtige Weidefläche für Rentiere ist? Deshalb sollten Sie im April und Mai, wenn die Rentiere kalben, besonders achtsam sein.

Anreise zum Reisa Nationalpark

Wenn Sie von Storslett kommen, biegen Sie von der E6 auf den Riksvei 856 ab und folgen Sie diesem für 44 km bis nach Bilto. Von dort folgen Sie der Straße für weitere 4 km bis nach Saraelv, wo der Weg endet. Am besten lässt sich der Nationalpark mit dem typischen Flussboot von Bilto oder Saraelv aus erkunden. Während der Sommersaison gibt es dort einen Bootsverleih. Wenn Sie lieber wandern möchten, folgen Sie dem Flussverlauf oder dem Nordkalottleden für ca. 9 km bis nach Sieimma. Dort beginnt der Nationalpark.

Von Kautokeino kommend, folgen Sie dem Riksvei 896 Richtung Biedjuvaggi und Raisjavri für 32 km. Die letzten 3 - 4 km können Sie entweder zu Fuß auf dem Wanderweg zurück legen oder Sie fahren mit dem Auto auf einer alten Straße bis nach Raisjavri.

Von Kilpisjärvi (Finnland) aus können Sie zu Fuß dem Nordkalottleden Richtung Norden folgen und treffen dann auf den Reisa Nationalpark.

Auch von Kåfjord aus können Sie den Reisa Nationalpark besuchen. Biegen Sie bei Birtavarre von der E6 ab und fahren Sie das Kåfjordtal hinauf. Nachdem Sie das Kåfjordtal und Ankerlia passiert haben, fahren Sie bis zum See Guolasjavri. Von dort treffen Sie bald wieder auf den Wanderweg Nordkalottleden, der Sie zum Reisa Nationalpark führt.

Im Nationalpark sind Sie Gast in der Natur

  • Jagen und Angeln sind nach geltenden Gesetzen erlaubt. Bitte benutzen Sie keine lebenden Köder. Es ist untersagt Fische von einem Gewässer in ein anderes zu übertragen.
  • Sie dürfen sich auf dem ganzen Gebiet frei zu Fuß oder auf Skiern bewegen. Es ist erlaubt Beeren zu pflücken, Pilze zu sammeln und normale Pflanzen für den Eigengebrauch mitzunehmen. Respektieren Sie dabei jedoch die Kulturdenkmäler, die Vegetation sowie die Tierwelt. Nehmen Sie besonders Rücksicht während der Nist- und Brutzeit. Nehmen Sie ebenfalls Rücksicht auf die Rentiere in der Umgebung und beachten Sie die Leinenpflicht für Hunde.
  • Nehmen Sie sich gerne die Zeit für eine kleine Rastpause. Sie dürfen überall zelten, jedoch sollten Sie Ihren Platz sauber hinterlassen. Lagerfeuer sind erlaubt, allerdings nicht zwischen dem 15. April und dem 15. September, denn da herrscht ganzheitliches Verbot für offene Feuer. Achten Sie beim Holz sammeln darauf, dass totes Fichtenholz nicht beschädigt wird.
  • Bootsfahrten mit den traditionellen Flussbooten sind bis zum Wasserfall Nedrefoss erlaubt. Alle anderen motorisierten Fahrzeuge sind nur für die Rentierzucht oder die Forstaufsicht gestattet.
  • Alles, was Sie in den Wald mit hinein nehmen, müssen Sie auch wieder mit hinaus nehmen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Halti nasjonalparksenter AS

Hovedveien 2, N - 9151 Storslett

Tel.: +47 77 58 82 50
E-Mail: info@visitreisa.no

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