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Die Lyngenalpen

Das Landschaftsschutzgebiet Lyngenalpen ist eine der schönsten Landschaften in ganz Norwegen. Das markante Gebirge hebt sich mit seinen majestätischen Gipfeln und den charakteristischen Gletschern deutlich hervor.

ARTIKEL
18.08.201711:13 Rakel

Das Landschaftsschutzgebiet Lyngenalpen erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 961,2 km² und über die vier Gemeinden Lyngen, Tromsø, Storfjord und Balsfjord. Die Lyngenalpen selbst liegen auf der Lyngenhalbinsel. Der dortige Berg Jiehkkevárri ist mit seinen 1833 Metern der höchste Berg des Landkreises (fylket).

  • Wussten Sie, dass es ca. 140 Gletscher auf der Halbinsel gibt und dass die Gesamtfläche dieser fast 100 km² beträgt?

Der Auslöser für die vielen Gletscher ist die hohe Bergkette, die als effektive Sperre funktioniert und die Feuchtigkeit der Wolken auffängt. Möchten Sie gerne einen dieser Gletscher erleben, empfehlen wir Ihnen den Steindalsbreen Gletscher in Storfjord. Hier erfahren Sie mehr über den Steindalsbreen Gletscher.

Die Lyngenalpen – ein beliebtes Reiseziel für Gipfeltouren

Die steilen Berge haben sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Reiseziele für einzigartige und herausfordernde Erlebnisse in der Natur entwickelt. Im Sommer locken die Berge Kletterer aus aller Welt an. Für diejenigen, die das Flachland bevorzugen, bietet die Gegend spannende Alternativen für verschiedene Wanderungen, um die Natur zu erforschen.

Die Lyngenalpen wurden zum besten Reiseziel Norwegens in der Kategorie „Skitouren im Winter“ ausgezeichnet. Das muss wohl an der einzigartigen Gegebenheit von steilen Berghängen direkt an Meer und Fjord liegen. Im Winter liegt immer genug Schnee und die Möglichkeiten reichen von einfachen, kurzen Touren bis hin zu längeren, expeditionsähnlichen Klassikern.

Hohe Berge und enge Täler auf der Lyngenhalbinsel

In dem kleinen Örtchen Lyngseidet wird die Lyngenhalbinsel vom Ullsfjord fast entzwei geteilt. Das Felsenmassiv wird von mehreren engen Tälern durchschnitten, in dem man jedoch sehr gut voran kommt.

Der größte Teil des Landschaftsschutzgebietes befindet sich oberhalb der Waldgrenze und dient als Referenzgebiet der Glaziologie und der Quartärforschung.

Flora und Fauna in den Lyngenalpen

Während die Tierwelt in den alpinen Regionen eher arm ist, gibt es in den Tälern und Wäldern eine reiche und abwechslungsreiche Vogelwelt. Die Halbinsel hat u.a. einen sehr abwechslungsreichen Raubvogelbestand und alle acht Eulenarten des Landkreises Troms wurden hier beim Nisten beobachtet.

Die Halbinsel dient als Sommerweide für Rentiere. Elche sind ebenfalls auf der ganzen Halbinsel zu finden. Große Raubtiere gibt es hier nicht, aber Vielfraße und Luchse werden häufig gesichtet. In den vielzähligen kleinen und mittelgroßen Seen leben vorwiegend Saiblinge, aber auch Forellen fühlen sich dort wohl.

In den Lyngenalpen gibt es mehrere Gegenden mit serpentinisiertem Gabbro Gestein. Aufgrund seiner rötlichen Farbe und seiner markanten Flora mit vielen Nelkenarten ist dieses Gestein oft von Weitem sichtbar.

Geschichte und Kulturdenkmäler der Lyngenalpen

Die Lyngenalpen sind schon seit langer Zeit außerhalb der norwegischen Grenzen bekannt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es zum Reiseziel für ausländische Bootstouristen. Ab ca. 1895 kamen dann auch viele Wanderer und Kletterer, die die hohen Gipfel erklimmen wollten.

Traditionell werden die Lyngenalpen seit langer Zeit von den Einheimischen für Landwirtschaft und Fischerei genutzt. In der näheren Umgebung finden Sie daher viele Kulturdenkmäler der Samen, der Kvenen und der norwegischen Kultur und Geschichte. Auf dem Wanderweg Richtung Lyngstuva finden Sie mehrere Schilder mit Informationen über diese Kulturdenkmäler. Weitere Informationen über die Wanderung zur Lyngstuva finden Sie hier.

Warum sind die Lyngenalpen ein Landschaftsschutzgebiet?

Die Lyngenalpen wurden 2004 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt, um eines von Norwegens charakteristischsten Gebirge zu schützen, in dem sich Gletscher, Moränen, Täler, geologische Ablagerungen mit biologischer Vielfalt und landschaftsprägende Kulturdenkmäler befinden. Dadurch sollen Eingriffe, die den landschaftlichen Charakter verändern könnten, verhindert werden.

Die Bewahrung der Natur innerhalb des Landschaftsschutzgebietes ist für die samische Kultur und die Rentierzucht sehr wichtig.

Hier gilt das norwegische Naherholungsgesetz

Wenn Sie im Landschaftsschutzgebiet unterwegs sind, gilt das norwegische Naherholungsgesetz „Friluftsloven“. Sie dürfen sich frei zu Fuß im Gebiet bewegen und dürfen die Natur durch traditionellen und einfachen Outdoor Sport erkunden.

Das Naherholungsgesetz ersetzt jedoch nicht andere Gesetze und Regeln sondern gilt Seite an Seite. Das wichtigste ist, dass Sie Rücksicht auf die Vegetation, die Tierwelt und die Kulturdenkmäler nehmen.

Anreise zu den Lyngenalpen

Sie können bis nach Tromsø fliegen und dann z.B. mit dem Mietwagen oder dem Bus nach Lyngseidet fahren. Wenn Sie mit dem Mietwagen fahren, biegen Sie in Storfjord von der E6 ab und folgen dem Riksvei 868 Richtung Lyngseidet. Dort führen kleine Straßen entlang beider Seiten der Halbinsel. Nordöstlich von Koppangen gibt es auch noch eine Straße.

Außerdem verkehrt täglich eine Fähre zwischen Olderdalen an der E6 und Lygseidet.

Bei Fragen rund um das Landschaftsschutzgebiet Lyngenalpen

Die Verwalterinn des Landschaftsschutzgebietes Oddrun Skjemstad hat ihr Büro im Strandveien 19 in Lyngseidet (quer gegenüber vom Rathaus neben der Bibliothek).

Anfragen zu der Verwaltung des Landschaftsschutzgebietes werden telefonisch unter +47 90930802, per E-Mail an fmtrods@fylkesmannen.no oder im Büro entgegengenommen.

Blåvatnet
Jesper Molin
©Alfred Lucas/Northern Nature Photography
Simon Vunneli
Georg Sichelschmidt

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