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Paaskiviikko – Eine lebendige kvenische Kultur

Die kvenischen Kulturtage „Paaskiviikko“ feiern und zeigen die kvenische Kultur, die Sprache, die Traditionen und die Geschichte.

FESTIVAL
13.06.201720:18 Rakel

Leider kennen heute immer noch nicht viele Menschen das Kulturerbe von unseren kvenischen Vorfahren und das Festival möchte darauf aufmerksam machen.

Durch lebendigen Ausdruck der Kultur und Musik möchte Paaskiviikko das Kvenische hervorheben und ein Bewusstsein dafür schaffen. Schließlich ist es ein großer und wichtiger Teil des Kulturerbes von Nord-Troms.

Die kvenische Kultur in Nord-Troms

2017 feiert Paaskiviikko sein 10-jähriges Bestehen. In den Gemeinden Kåfjord, Nordreisa, Lyngen, Skjervøy, Storfjord und Kvænangen finden unterschiedliche Veranstaltungen und Aktivitäten für Groß und Klein während der Festivalwoche im Juni statt. Zur Feier des 10-jährigen Bestehens fand auch eine Veranstaltung in Tromsø statt.

Das Festivalprogramm ist sehr abwechslungsreich sowie lehrreich. Mit dem Wunsch, den Besuchern ein größeres Wissen über die kvenische Sprache und Kultur zu geben, bietet Paaskiviikko mehrere Konzerte, Theatervorstellungen, Vorträge, Filme und Sprachkurse an.

Weitere Informationen über das Festival Paaskiviikko und die kvenische Kultur in Nord-Troms finden Sie hier.

Das Festival wird größer

2007 fand das Festival Paaskiviikko zum ersten Mal statt. Es begann mit einem kleinen Festival in der Gemeinde Nordreisa. 2010 wurde jedoch festgelegt, dass das Festival in allen Gemeinden des Landkreises Nord-Troms statt finden soll. Seitdem steigen die Besucherzahlen und 2016 gab es knapp 1800 Besucher.

Paaskiviikko wird von mehreren Akteuren veranstaltet und durch das Halti Kvenenkulturzentrum IKS koordiniert. Das Kulturzentrum wird von den Gemeinden Nordreisa, Kåfjord, Lyngen, Storfjord, Skjervøy, Kvænangen und dem Landkreis Troms geführt. Das Festival bekommt Unterstützung vom Kulturrat und dem Landkreis Troms.

Weitere Informationen über das Halti Kvenenkulturzentrum finden Sie hier.

Die Geschichte der Kvenen am Lyngenfjord

Vor vielen Jahrhunderten kamen die Menschen aus Nordschweden und Nordfinnland zu Fuß über die Berge nach Norwegen. Die meisten kamen aus armen Verhältnissen und erhofften sich eine bessere Zukunft in dem neuen Land. Viele von ihnen siedelten sich an mehreren Orten in Nord-Troms an. Die frühsten Dokumentationen der ersten Ansiedlungen reichen bis ins Jahr 1522 zurück.

Gleichzeitig nimmt man an, dass im 18. und 19. Jahrhundert die meisten Kvenen nach Norwegen kamen. Sie leisteten Pionierarbeit auf den kleinen Landflächen, die ihnen zugeteilt wurden und gründeten Familien. Auch wenn sie in einem neuen Land waren, behielten sie ihre eigene Sprache, ihre eigenen Traditionen und ihre eigene Kultur.

Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte der Kvenen in Norwegen.

„Das Treffen der drei Stämme“

Die Kvenen sind eine ethnische Minderheit und haben über viele Jahrhunderte den Landkreis Nord-Troms mitgeprägt. Das „Treffen der drei Stämme“ bestimmt das Gebiet um den Lyngenfjord und bezeichnet das Zusammenspiel zwischen den Kvenen, den Samen und den Norwegern in unserer Geschichte und Kultur. Ein Beispiel dafür sind mehrere Ortsnamen in der Region.

Heutzutage nehmen Forscher an, dass es rund 70 000 Kvenen gibt. Der Name „Kvene“ wird für diejenigen benutzt, die einen Sprach- und Kulturhintergrund aus dem Gebiet der finnischen Ostsee haben, vor 1945 nach Norwegen gekommen sind sowie deren Nachfahren.

Hier erfahren Sie mehr über die kvenische Identität.

Pål Vegard Eriksen/Halti Kvenkultursenter IKS
Zwei Frauen halten die kvenischen Backtraditionen am Leben.
Pål Vegard Eriksen/Halti Kvenkultursenter IKS
Köstliche kvenische Backwaren
Pål Vegard Eriksen/Halti Kvenkultursenter IKS
Tørfoss Kvenenhof im Reisatal, Nordreisa.
Pål Vegard Eriksen/Halti Kvenkultursenter IKS
Tørfoss Kvenenhof im Reisatal, Nordreisa.
Pål Vegard Eriksen/Halti Kvenkultursenter IKS
Konzert während des Paaskiviikko Festivals auf der Halti Kulturbühne in Storslett.

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